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Förderjahr an der Wvs

Zeitrahmen

 

Was ist zu tun?

 

 

 

 

 

1. Quartal

Auswertung  GS-Gutachten → vier Wochen nach Schuljahresbeginn

 

 

LRS-Testung → bis Herbstferien

 

Einteilung der Trainings-Kurse auf Basis der Versetzungsnoten und LuF des gerade vergangenen Schuljahres

Fördersitzung

 

 

 

2. Quartal

Elternsprechtag I → gezielte Einladung der Eltern von Förderbedürftigen

 

 

Ende (Hj-Zeugnisse): Druck und Ausgabe der Lern- und Förderempfehlungen

 

 

 

 

3. Quartal

 

 

Ggf. Neueinteilung der Trainingskurse auf Basis Hj-Zeugnisse  → LuF gehen an jeweiligen Trainings-/Förderlehrer zur individualisierten Förderung

 

 

Elternsprechtag II

→ gezielte Wiedereinladung

Individuelle Förderung an der WvS

Im Mai 2010 wurde die WvS mit dem Gütesiegel Individuelle Förderungausgezeichnet. 
Individuelle Förderung hat für uns das Ziel, die Wiederholerquote zu senken – Versetzung soll der Regelfall sein – und allen WvS´lern einen möglichst guten Abschluss an der Schule zu ermöglichen. Dass wir diesen Weg erfolgreich bestreiten, belegen unsere Versetzungsquoten der vergangenen Jahre, die mit 98,2% deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.
 
In dem Zusammenhang nehmen wir am „Komm mit" Programm der Landesregierung teil, was uns die wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Landau sichert und uns zusammen mit anderen Maßnahmen einen Stellenzuschlag von einer Lehrerstelle für diese Vorhaben einbringt.
 
Individuelle Förderung ist aber wesentlich mehr als die Unterstützung leistungsschwacher Schüler!
 
Wir haben unsere Bemühungen unter dem Motto „Mit Vielfalt auf Vielfalt antworten" zusammengefasst. Ergeben hat sich ein ForderFörderMosaik, das einerseits an kognitiven Aspekten orientiert ist, andererseits sozial-affektive Lernbereiche beachtet. Durch das Zusammenwirken von unterrichtlicher Arbeit, geeigneter Beratung, die Schaffung einer lernförderlichen Atmosphäre und einer geeigneten Vielfalt an Forder- und Stützangeboten sowie durch eine enge Kooperation mit den Eltern wird es zu einem kohärenten Bild.
Individuelle Förderung bedeutet, dass alle Schüler der WvS individuell nach Ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten den bestmöglichen Lernerfolg erreichen sollen.
(vgl. Leitbild).

Grundsätzliche Überlegungen

Im Folgenden finden sich die Grundgedanken, die unseren Anstrengungen zur individuellen Förderung aller Schüler der WvS zugrunde liegen. Sie haben Auswirkungen auf alle anderen Bereiche und werden hier der besseren Verständlichkeit und Übersichtlichkeit halber gesondert dargestellt.

Theoretische Grundlagen

Der Leitgedanke unseres Fördermosaiks „Mit Vielfalt auf Vielfalt antworten" bezieht sich in seiner Grundstruktur auf das Münchner Begabungsmodell nach Heller (vgl. 1995). Dieses Modell berücksichtigt nicht nur inhaltliche Begabungsformen und verschiedene Leistungsbereiche, sondern ebenso nicht-kognitive Persönlichkeits- und Umweltmerkmale.


Auch die WvS berücksichtigt im Lernalltag der Schüler beide Aspekte. Es gibt ein durchgängiges Förderkonzept, dass an kognitiven Aspekten orientiert ist und ebenso ein durchgängiges Band, welches sozial-affektive Lernbereiche beachtet.

In der folgenden Übersicht verzichten wir aber aus pragmatischen Gründen weitgehend darauf, die einzelnen Mosaiksteine unseres Forder-Förderkonzepts den vier Bereichen zuzuordnen, die dem Begabungsmodell von Heller zugrunde liegen:            

1. Nicht-kognitive Persönlichkeitsmerkmale

2. Umweltmerkmale

3. Begabungsfaktoren

4. Leistungsbereiche

Unser Forder-Förder-Mosaik 

Auf Grundlage dieses Modells haben wir ein Instrument entwickelt, das die Schüler in allen Facetten würdigt. Denn wir haben die Reduzierung der Kinder auf rein kognitive Wesen aufgegeben.

Vielmehr arbeiten wir stets daran, das Kind bzw. den Jugendlichen als Wesen in seiner Umwelt – dies meint sowohl die Schule als auch die Familie – wahrzunehmen, die Betrachtung seines Könnens auch auf praktische, künstlerische und soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten auszudehnen und durch vielfältige Beratungsangebote die Reifung zu begleiten und in besonderen Problemlagen geeignete Hilfen zur Überwindung der akuten Schwierigkeiten anzubieten.

Damit ist die Basis für eine hohe Motivation geschaffen, die sich förderlich auf die Leistungsbereitschaft auswirkt und das Wohlfühlen in der Schule zum Ziel hat (siehe:Leitbild).

 

Lehrerraumkonzept

Die WvS berücksichtigt bei der Organisation des Unterrichts das Lehrerraumprinzip, welches bedeutet, dass die Lehrpersonen „eigene“ Räume haben und die Schüler zum Unterricht zu ihnen kommen. Die Schüler bewegen sich im Laufe eines Schultages also gemäß ihrem Stundenplan von Lehrerraum zu Lehrerraum, die Lehrer bleiben in ihrem Raum und unterrichten dort nacheinander verschiedene Gruppen. Dies ermöglicht individuelleren Unterricht. Das liegt zum einen daran, dass mehr Material zur Verfügung gestellt werden kann und dies dem Lernenden auch über einen längeren Zeitraum vorliegen kann. Zum anderen haben die Lehrer besser die Möglichkeit Lerntheken, Stations- oder Werkstatt-Arbeiten aufzubauen und so den Unterricht möglichst offen und individuell zu gestalten.

Außerdem wird so ein pfleglicher Umgang mit der hervorragenden technischen Ausstattung der Räume gewährleistet: Alle Räume verfügen über einen Internetanschluss, für je drei Räume stehen ein Laptop mit Beamer und Multimediakamera zur Verfügung (Foto).

Fördermaßnahmen: schulorganisatorische Gestaltung

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehen an der WvS diverse Fördermaßnahmen in großer Varianz: LRS-Kurse, Studio, Förder- und Forderkurse, Training....
Hierbei werden schwache Schüler/innen gefördert; leistungsstarke sollen unterstützt werden oder Alternativangebote nutzen; der Grad der Eigenverantwortlichkeit variiert.

Ausschlaggebend ist für Nachteilsausgleiche sowie die Einteilung in Förderkurse allein die schulische Evaluation, beispielsweise:
•    die Feststellung der Klassenkonferenz im ersten Quartal
•    die LRS-Testung in Jg. 5  bzw. Auswertung der GS-Gutachten in Jg. 5
•    die Ergebnisse der Lernstandserhebung in Jahrgang 8
•    sowie die fachliche Minderleistung in einem Fach zum Halbjahreszeugnis, attestiert durch eine LuF.  

Die betreffenden SuS werden jeweils für ein Halbjahr für das Förder-Training eingeteilt; ein Wechsel oder vorzeitiges Ende ist nicht vorgesehen.

Andererseits werden für leistungsstarke Schüler/innen Forderangebote geschaffen. Beispielsweise werden die WP-Kurse an der WvS aktuell mit einem zusätzlichen Training gekoppelt; hierzu werden Trainingsschienen im Stundenplan verankert und die AG-Schiene ausgebaut.   
Diese Erweiterung ist eine lehrbuchhafte Stärkenförderung, denn durch die Erweiterung der WP-Kurse durch das Training werden die Potenziale der WP-Kurse weiter ausgeschärft bzw. entwickelt, beispielsweise hinsichtlich der zukünftigen Berufswahl.